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31.07.2026
Editoriale Vektor-Illustration eines Eisbergs mit kleiner sichtbarer Spitze und riesiger verborgener Masse, Symbol für die versteckten Kosten im Selbstverlag, in Obsidian, Elfenbein und Gold.
Kurz beantwortet

Der Selbstverlag kostet dich vor allem Zeit, nicht Geld. Für ein professionell produziertes Buch fallen 500 bis 1.000 Stunden an. Diese Zeit steckt in Schreiben, Produktion und Marketing, nicht im Kerngeschäft. Die sichtbare Produktionsrechnung ist dagegen klein. Der zweite Preis ist das Risiko, dass ein amateurhaft gemachtes Buch deinem Ruf schadet.

Zusammenfassung
  • Der eigentliche Preis des Selbstverlags ist deine Zeit. Ein Buch komplett selbst zu stemmen bindet 500 bis 1.000 Stunden über das erste Jahr.
  • Selbstverlag, Eigenverlag und Selfpublishing meinen dasselbe: Du gibst dein Buch ohne Verlag heraus und behältst alle Nutzungsrechte. Ein Druckkostenzuschussverlag gehört nicht dazu.
  • Die hohe Tantieme im Selbstverlag ist für Unternehmer die falsche Zielgröße. 67 Prozent der Selfpublisher setzen im Schnitt weniger als 50 Euro im Monat um.
  • Ein amateurhaft gemachtes Buch beschädigt genau den Ruf, den es aufbauen soll. Cover, Satz und Lektorat sind kein Sparposten.
  • Ein Buch soll Unternehmern Aufträge bringen, keine Tantiemen. Ein einziger über das Buch gewonnener Kunde schlägt jeden realistischen Buchverkauf.
  • Beim Remote Verlag bleibt dein Aufwand unter 20 Stunden über das gesamte Projekt, und die Qualität steuert der Verlag. Dein Urheberrecht bleibt bei dir, die Nutzungsrechte räumst du ein.
  • Auf die SPIEGEL-Bestsellerliste kommt im reinen Selbstverlag praktisch niemand. Über einen betreuten Verlag ist der Weg offen.

Selbstverlag: Was er dich als Unternehmer wirklich kostet

Der Selbstverlag kostet dich vor allem Zeit, nicht Geld. Du gibst dein Buch ohne klassischen Verlag heraus und übernimmst jede Rolle selbst. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz liegen bei dir. Coverdesign und das Einrichten bei Amazon KDP oder BoD ebenfalls. Am Ende stehen Vertrieb und Marketing.

Der oft genannte Vorteil ist die hohe Tantieme. Beim E-Book sind im Selbstverlag bis zu 70 Prozent vom Nettoverkaufspreis drin. Im klassischen Publikumsverlag bekommst du einen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentsatz vom Nettoladenpreis. Für dich als etablierten Selbstständigen ist diese Zahl trotzdem die falsche Zielgröße.

Denn die sichtbare Produktionsrechnung fällt bei einem etablierten Unternehmen kaum ins Gewicht. Der eigentliche Preis sind 500 bis 1.000 Stunden Eigenzeit im ersten Jahr. Sie stecken in Recherche, Produktion und Marketing. Diese Stunden fehlen dir in der Akquise und im Kerngeschäft. Darum geht es hier: nicht um den günstigsten Weg, sondern um den klügsten.

Selbstverlag, Eigenverlag, Selfpublishing: der Unterschied

Die drei Begriffe werden oft synonym benutzt. Ganz dasselbe meinen sie nicht. Wenn du sauber unterscheidest, siehst du schneller, welcher Weg dein Buch trägt und welcher nicht.

Selbstverlag

Selbstverlag ist der Oberbegriff. Du trittst selbst als Herausgeber auf, statt einem Verlag Nutzungsrechte einzuräumen. Du entscheidest über Inhalt und Titel. Auch Cover, Preis und Vertriebsweg legst du fest. Alle Nutzungsrechte an deinem Werk bleiben bei dir. Rechtlich bist du der Verleger.

Eigenverlag

Eigenverlag ist praktisch ein Synonym für Selbstverlag. Der Begriff betont die formale Seite. Du gründest sozusagen deinen eigenen kleinen Verlag, oft mit eigener Verlagsbezeichnung und eigenem ISBN-Kontingent. Ob im Impressum „Selbstverlag“ steht oder ein selbst gewählter Verlagsname, ist eine Frage der Außenwirkung. An der Substanz ändert es nichts.

Selfpublishing

Selfpublishing ist der englische Begriff für dasselbe. Gemeint sind meist digitale Plattformen wie Amazon KDP oder Tolino Media. Der deutsche Buchmarkt ist dabei ein bedeutender, aber klar sekundärer Selfpublishing-Markt. Vorn liegen die USA und Großbritannien.

Abgrenzung zum Druckkostenzuschussverlag (DKZV)

Ein Druckkostenzuschussverlag ist kein Selbstverlag. Dort zahlst du einen „Zuschuss“, und der Anbieter tritt nach außen als Verlag auf. Echtes Lektorat und echten Vertrieb liefert er dir dafür nicht. Du trägst also das Risiko, ohne die Kontrolle des Selbstverlags zu behalten. Die Leistung eines echten Verlags bekommst du ebenfalls nicht. Woran du unseriöse Anbieter erkennst, liest du unter Druckkostenzuschussverlag: seriös oder Abzocke?.

Wie Selbstverlag konkret funktioniert

Im Selbstverlag übernimmst du Rollen, die im klassischen Verlag ein ganzes Team ausfüllt. Diese Rollen musst du entweder selbst können. Oder du kaufst sie einzeln ein und koordinierst sie.

Die Plattformen

  • Amazon KDP (Kindle Direct Publishing): der Marktführer für E-Book und Print-on-Demand. Du lädst Manuskript und Cover hoch und legst den Preis fest. Innerhalb von ein bis zwei Tagen steht das Buch auf Amazon.
  • Tolino Media: die deutsche Antwort auf KDP. Der Dienst verteilt E-Books an Thalia, Hugendubel und Weltbild. Weitere deutsche Händler kommen dazu.
  • BoD (Books on Demand): starker Print-on-Demand-Dienstleister. Über das Verzeichnis lieferbarer Bücher ist er an den stationären Buchhandel angebunden.
  • Epubli: Print-on-Demand und Vertrieb, beliebt für Taschenbücher und Hardcover.

ISBN, Print-on-Demand und die Rollen, die du selbst trägst

Eine ISBN brauchst du, wenn dein Buch über den regulären Buchhandel gefunden werden soll. Über KDP bekommst du für Amazon eine kostenlose ISBN. Sie weist allerdings Amazon als Herausgeber aus. Eine eigene ISBN läuft in Deutschland über die MVB und ist gebührenpflichtig. Dafür bist du der sichtbare Herausgeber.

Print-on-Demand heißt: Gedruckt wird erst, wenn jemand bestellt. Das ist der große Vorteil des Selbstverlags. Du brauchst kein Lager und musst keine Auflage vorfinanzieren.

Die Rollen, die auf deinem Tisch landen, sind konkret diese:

  1. Manuskript schreiben und mehrfach überarbeiten
  2. Lektorat und Korrektorat organisieren (oder selbst machen)
  3. Buchsatz und Layout des Innenteils
  4. Coverdesign in Auftrag geben und abstimmen
  5. Plattform-Setup, Metadaten, Kategorien, Keywords
  6. Preisgestaltung und ISBN-Verwaltung
  7. Marketing, Rezensionen, Launch, Sichtbarkeit

Wie das Setup bei Amazon Schritt für Schritt aussieht, zeigen wir dir separat unter Buch bei Amazon veröffentlichen (KDP & Print-on-Demand).

Die Tantiemen-Realität im Selbstverlag: 70 Prozent klingen gut, sind aber die falsche Kennzahl

Die Tantieme ist das stärkste Verkaufsargument des Selbstverlags. Im Kern stimmt die Zahl auch. Amazon KDP zahlt beim E-Book 70 Prozent, solange dein Preis innerhalb eines vorgegebenen Bands liegt. Außerhalb dieses Bands sind es 35 Prozent. Das steht so in den Tantiemenbedingungen von Amazon KDP für digitale Ausgaben (Stand 2023).

Im klassischen Publikumsverlag bekommst du dagegen nur einen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentsatz vom Nettoladenpreis. Die beiden Prozentzahlen haben verschiedene Bezugsgrößen. Der Selbstverlag rechnet vom Nettoverkaufspreis, der Verlag vom Nettoladenpreis. Auf den ersten Blick ist der Fall trotzdem klar.

Der zweite Blick ist ernüchternder. Beim gedruckten Buch bleibt von der hohen Prozentzahl wenig übrig. Über Amazon zahlt KDP beim Taschenbuch 60 Prozent vom Buchpreis, wenn dieser bei mindestens 9,99 Euro liegt. Darunter sind es 50 Prozent. Von diesem Betrag gehen die Druckkosten noch ab, und die hängen an Format und Seitenzahl.

Verkaufst du zusätzlich über den Buchhandel, bleiben dir 40 Prozent abzüglich Druckkosten. Auch das steht bei Amazon KDP unter Taschenbuchtantiemen (Stand 2026). Aus 70 Prozent auf dem Papier wird so eine schmale Marge pro verkauftem Exemplar.

Die Zahl, die alles einordnet, kommt aber vom Verband selbst. Der Selfpublisher-Verband e. V. befragt jedes Jahr verlagsunabhängige Autorinnen und Autoren. In der Selfpublisher-Umfrage 2025 gaben 67 Prozent an, im Schnitt weniger als 50 Euro Umsatz pro Monat zu machen. Umsatz heißt dort: alle Tantiemen zusammen, vor Abzug der Kosten.

Knapp 4 Prozent kommen auf 2.000 Euro und mehr im Monat. Ein Jahr zuvor waren es noch 7 Prozent. Auch wer viele Titel veröffentlicht hat, landet meist in derselben Gruppe. Befragt wurde dabei der gesamte Selbstverlag, nicht nur das Sachbuch.

Für einen Hobbyautor ist die Tantieme die logische Zielgröße. Für dich als Unternehmer ist sie die falsche. Dein Buch soll keine Buchtantiemen erwirtschaften. Es soll Aufträge, Kunden und Sichtbarkeit bringen. Ein einziger über das Buch gewonnener Kunde schlägt jeden realistischen Buchverkauf.

Die Business Book ROI Study 2024 (Gotham Ghostwriters und Partner) zeigt dasselbe von der anderen Seite. Nur 27 Prozent der befragten Autoren nannten Geld aus Buchverkäufen als Ziel. 57 Prozent wollten Leads. 60 Prozent wollten mehr bezahlte Auftritte, 67 Prozent einen besseren Ruf.

Die Verkäufe selbst blieben in derselben Studie hinter den Erwartungen zurück. Bei selbst verlegten Büchern verkaufte der typische Titel 700 Exemplare. Erwartet hatten die Autoren 1.100. Was du mit einem Buch wirklich verdienen kannst, ordnen wir unter Was verdient man wirklich mit einem Buch? ein. Wer die Tantieme optimiert und den Kundenwert ignoriert, gewinnt die falsche Kennzahl.

Die versteckten Kosten: Der wahre Preis steht in keiner Tabelle

Rechne den Selbstverlag ehrlich durch. Dann besteht er aus zwei Rechnungen. Die eine ist sichtbar und harmlos. Die andere steht nirgends und ist der eigentliche Preis.

Vektor-Grafik, die sichtbare Kosten eines gold gefärbten Preisschilds den darunterliegenden verborgenen Kostenschichten wie Zeit, Lektorat und Cover gegenüberstellt.
Was auf der Rechnung steht, ist nur die Spitze: Die eigentlichen Kosten des Selbstverlags liegen in Zeit und Nacharbeit.

Die sichtbare Rechnung: die Produktionskosten

Ein professionell produziertes Buch im Selbstverlag verursacht Produktionskosten. Wie hoch sie ausfallen, hängt am Umfang und am Leistungspaket. Enthalten sind Lektorat, Korrektorat und Coverdesign. Dazu kommen Buchsatz, ISBN und ein Minimum an Marketing. Projekte mit intensivem Marketing liegen entsprechend höher. Für ein etabliertes Unternehmen ist dieser Posten ein Rundungsfehler.

Die unsichtbare Rechnung: 500 bis 1.000 Stunden Eigenzeit

Der reine Zeitaufwand liegt bei mehreren hundert Stunden. Allein das Manuskript für ein durchschnittliches Sachbuch selbst zu schreiben und zu überarbeiten bindet 300 bis 500 Stunden reine Schreibzeit. Diese Zeit verteilt sich auf 4 bis 9 Monate neben dem Kerngeschäft. Dazu kommen:

  • 50 bis 150 Stunden, um Lektorat, Satz und Cover zu koordinieren und KDP einzurichten
  • 100 bis 300 Stunden Marketing im ersten Jahr, also Launch, Rezensionen und Sichtbarkeit
  • laufende Pflege von Metadaten, Preisen und Kategorien

In Summe landest du realistisch bei 500 bis 1.000 Stunden. Das sind Stunden, die nicht in Akquise, Aufträge oder Kerngeschäft fließen. Rechne sie einmal mit deinem eigenen Stundensatz durch. Das Ergebnis ist genau die Zahl, die in jedem Kostenvergleich fehlt.

Genau deshalb führt der Vergleich reiner Produktionspreise für Unternehmer in die Irre. Wie diese Abwägung im Detail aussieht und für wen sie sich lohnt, ordnen wir unter Verlag finden vs. Self-Publishing: die grundsätzliche Entscheidung ein.

Das Reputationsrisiko: Wenn dein Buch das Gegenteil von Autorität sendet

Ein Buch ist im B2B-Geschäft dein erster Händedruck. Ein möglicher Partner oder Kunde urteilt, bevor er die erste Zeile liest. Cover, Papier und Satz entscheiden zuerst. Genau hier wird der Selbstverlag für Unternehmer gefährlich.

Ein professionell gestaltetes Cover kann die Klick- und Kaufbereitschaft erhöhen. Ein amateurhaftes Layout sendet das Gegenteil: „Hier hat jemand an der falschen Stelle gespart.“ Diese unbewusste Botschaft überträgt sich direkt auf dich und dein Fachwissen.

Der Selfpublisher-Verband schreibt in seiner Umfrage 2025 selbst, die Zahlen bestätigten leider das Vorurteil, dass im Selbstverlag unlektorierte Titel erscheinen. Das ist der Ruf, gegen den dein Buch anläuft. Die typischen Bruchstellen im selbst gemachten Buch sind immer dieselben:

  • ein Cover, das nach Vorlage aus dem Baukasten aussieht statt nach Autorität
  • ein Satz mit falschen Zeilenabständen, Hurenkindern und Schusterjungen, der den Lesefluss stört
  • Tippfehler und Inkonsistenzen, weil das Lektorat unter Zeitdruck geopfert wurde
  • eine Struktur, die gute Ansätze hat, aber schlecht sortiert wirkt

Für jemanden, dessen Ruf sein wichtigstes Kapital ist, ist das kein Kostenpunkt. Es ist ein Risiko. Ein schlecht produziertes Buch baut deinen Expertenstatus nicht auf, es beschädigt ihn. Warum die Produktionsqualität hier entscheidet, vertiefen wir unter Warum Produktionsqualität über deinen Expertenstatus entscheidet.

Der ehrliche Drei-Wege-Vergleich für Unternehmer

Für dich gibt es nicht zwei Wege, sondern drei. Neben Selbstverlag und klassischem Publikumsverlag steht der betreute Weg über einen Verlag mit Full-Service. Die dritte Spalte zeigt ihn am Beispiel des Remote Verlags. Hier der ehrliche Vergleich aus der Unternehmer-Perspektive.

Vergleichsraster mit drei Spalten Selbstverlag, Verlag und Verlagsdienstleister, wobei die Dienstleister-Spalte mit einer goldenen Kante hervorgehoben ist.
Drei Wege im direkten Vergleich aus Unternehmersicht: Selbstverlag, klassischer Verlag und der betreute Weg.
Kriterium Selbstverlag Klassischer Publikumsverlag Remote Verlag (Full-Service)
Tantieme bis 70 % beim E-Book, beim gedruckten Buch schmale Marge pro Exemplar einstelliger bis niedrig zweistelliger Prozentsatz vom Nettoladenpreis 75 % für die Autoren
Rechte & Kontrolle Urheberrecht und alle Nutzungsrechte bleiben bei dir Urheberrecht bei dir, Nutzungsrechte weitgehend beim Verlag Urheberrecht bei dir, Nutzungsrechte für Produktion und Vermarktung beim Verlag
Dein Zeitaufwand 500 bis 1.000 Stunden im ersten Jahr fertiges Manuskript und aktives Marketing unter 20 Stunden über das gesamte Projekt, verteilt auf die Interviewtermine
Produktionsqualität hängt an deiner Koordination hoch, aber standardisiert durchgängig professionell gesteuert
Zugang (Aufnahme) jeder selektiv, Gatekeeper offen, aber kuratiert
SPIEGEL-Bestseller möglich praktisch ausgeschlossen möglich möglich

Der Punkt ist nicht, dass der Selbstverlag schlecht wäre. Für dein Ziel hat er die schwächste Wirkung pro eingesetzter Stunde. Das Ziel heißt: das Buch als Werkzeug im B2B-Geschäft. Welcher Anbieter oder Verlag zu deiner Situation passt, ordnest du am besten unter Welcher Verlag oder Anbieter passt zu Unternehmern? ein.

Für wen der Selbstverlag trotzdem passt

Selbstverlag ist die richtige Wahl, wenn eine dieser Bedingungen zutrifft:

  • Du schreibst gern und viel, und das Handwerk aus Text, Satz und Cover reizt dich selbst.
  • Dein Buch ist ein Nischen- oder Hobbyprojekt ohne direkten Geschäftszweck.
  • Du willst schnell testen, ob ein Thema überhaupt Resonanz hat. Perfektion ist dabei zweitrangig.
  • Deine Zeit hat (noch) keinen hohen Marktwert. Du hast also echte freie Kapazität.

Für den etablierten Berater, Coach, Kanzlei- oder Praxisinhaber trifft meist keine dieser Bedingungen zu. Deine Zeit ist teuer. Dein Ruf ist dein Kapital. Dein Buch soll Kunden bringen, keine Buchtantiemen. Dann ist der betreute Weg die klar bessere Entscheidung.

Der Remote Verlag: die Stunden abgeben, die Qualität sichern

Der betreute Weg ist der Mittelweg. Ein Verlag mit Full-Service löst genau die Schwächen des Selbstverlags auf. Die 500 bis 1.000 Stunden für Schreiben, Produktion und Marketing gibst du ab. Das Qualitätsrisiko ebenfalls.

Bei den Rechten ist der Unterschied kleiner, als oft behauptet wird. Dein Urheberrecht kannst du in Deutschland gar nicht abgeben. Es ist nach § 29 Absatz 1 des Urheberrechtsgesetzes nicht übertragbar (Bundesamt für Justiz, Gesetze im Internet). Das gilt auf allen drei Wegen.

Was du vergibst, sind Nutzungsrechte. Auch beim Remote Verlag räumst du sie ein, nämlich die für Produktion und Vermarktung nötigen. Der Unterschied zwischen den Wegen liegt im Umfang und in der Dauer. Er liegt nicht darin, ob du sie überhaupt einräumst. Wie das im Detail geregelt ist, liest du unter Rechte, Tantiemen und Erlösverteilung beim Remote Verlag.

Dein Aufwand sinkt auf unter 20 Stunden über das gesamte Projekt. Wird alles für dich gemacht, beschränkt er sich im Wesentlichen auf die Interviewtermine. Der Rest läuft ohne dich. Dazu gehören Schreiben, Lektorat und Satz. Dazu kommen Cover, Vertrieb und Marketing.

So arbeitet der Remote Verlag. Statt am Bauchgefühl setzt das Modell bei einer Marktrecherche mit echten Daten an. Dein Buchthema wird an echter Nachfrage geprüft, bevor die erste Zeile geschrieben wird.

Aus den Projekten, die wir bisher gemacht haben, sind über 700.000 verkaufte Bücher geworden. Mehr als 140 Autorinnen und Autoren haben wir dabei begleitet. Und 23-mal stand einer dieser Titel auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Im reinen Selbstverlag ist das praktisch ausgeschlossen.

Die Autoren erhalten 75 Prozent Tantieme, deutlich über dem Branchenüblichen. Über Print-on-Demand entsteht weder ein Lager- noch ein Vorfinanzierungsrisiko. Abgerechnet wird als Paket, nicht nach einzelnen Posten. Wer nach Aufwand abrechnet, gibt das Risiko an dich weiter: Wird ein Schritt aufwendiger, wird es teurer. Beim Paketpreis kennst du die Summe vorher.

Konkret läuft das in zwei Stufen. Zuerst die Buchstrategie: Thema, Positionierung und Marktnachfrage werden geklärt. Danach folgt die Buchproduktion. Was im Einzelnen dazugehört, hängt vom Ziel ab und wird im persönlichen Erstgespräch besprochen.

Für dich ist das keine reine Ausgabe. Rechne den Projektpreis gegen deinen durchschnittlichen Auftragswert. Heraus kommt die Zahl der Aufträge, die das Buch tragen muss. Bei hochpreisigen Angeboten reicht dafür oft ein einziger. Dagegen stehen die 500 bis 1.000 Stunden, die das Selbermachen kostet.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Selbstverlag, Eigenverlag und Selfpublishing?

Alle drei bezeichnen dasselbe: Du gibst dein Buch ohne klassischen Verlag heraus und behältst alle Nutzungsrechte. Selbstverlag ist der Oberbegriff. Eigenverlag betont den formalen Verlagsauftritt mit eigener ISBN. Selfpublishing ist der englische Begriff, meist mit Blick auf Plattformen wie Amazon KDP. Ein Druckkostenzuschussverlag ist kein Selbstverlag, sondern ein eigenes und oft riskantes Modell.

Was kostet es, ein Buch im Selbstverlag zu veröffentlichen?

Die sichtbaren Produktionskosten hängen am Umfang und am Leistungspaket. Sie decken Lektorat, Korrektorat und Cover ab. Dazu kommen Satz, ISBN und etwas Marketing. Der eigentliche Preis sind aber 500 bis 1.000 Stunden Eigenzeit im ersten Jahr. Diese Stunden stehen in keiner Kostentabelle.

Lohnt sich Selbstverlag für Unternehmer oder ist ein betreuter Weg besser?

Für Hobbyautoren lohnt sich der Selbstverlag. Für einen Unternehmer selten, denn seine Zeit ist teuer und sein Ruf sein Kapital. Laut der Selfpublisher-Umfrage 2025 des Selfpublisher-Verbands setzen 67 Prozent der Befragten im Schnitt weniger als 50 Euro im Monat um. Beim Remote Verlag bleibt dein Aufwand unter 20 Stunden über das gesamte Projekt. Die Produktionsqualität steuert der Verlag durchgehend selbst, die Nutzungsrechte räumst du ein.

Wie viele Tantiemen bekomme ich im Selbstverlag im Vergleich zum Verlag?

Beim E-Book zahlt Amazon KDP 70 Prozent innerhalb eines vorgegebenen Preisbands, außerhalb 35 Prozent. Beim Taschenbuch sind es über Amazon 60 Prozent ab einem Buchpreis von 9,99 Euro und darunter 50 Prozent. Die Druckkosten gehen davon noch ab. Über den Buchhandel bleiben 40 Prozent minus Druckkosten. Der klassische Publikumsverlag zahlt einen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentsatz vom Nettoladenpreis. Für Unternehmer zählt der Kundenwert, nicht die Tantieme.

Wie veröffentliche ich mein Buch bei Amazon KDP im Selbstverlag?

Du legst ein KDP-Konto an und lädst das fertig gesetzte Manuskript samt Cover hoch. Danach wählst du Kategorien und Keywords. Du setzt den Preis und entscheidest zwischen E-Book und Print-on-Demand. Nach der Prüfung ist dein Buch in ein bis zwei Tagen live. Den ganzen Ablauf mit ISBN und Metadaten zeigen wir dir separat für KDP und Print-on-Demand.

Brauche ich eine ISBN, wenn ich mein Buch selbst verlege?

Für den Verkauf über Amazon reicht die kostenlose KDP-ISBN. Sie weist allerdings Amazon als Herausgeber aus. Willst du im regulären Buchhandel gefunden werden und selbst als Herausgeber erscheinen, brauchst du eine eigene ISBN. In Deutschland läuft das über die MVB und ist gebührenpflichtig. Für ein Buch mit B2B-Anspruch ist die eigene ISBN sinnvoll.

Schadet ein selbst verlegtes Buch meiner Reputation als Experte?

Nicht der Selbstverlag an sich, sondern eine amateurhafte Produktion. Ein professionelles Cover kann die Klick- und Kaufbereitschaft erhöhen. Ein billig wirkendes Layout signalisiert das Gegenteil und überträgt sich auf dein Fachwissen. Unter Zeitdruck werden Lektorat und Satz zuerst geopfert. Genau diese Bruchstellen lassen ein Buch amateurhaft wirken.

Kann ich mit einem Buch im Selbstverlag auf die SPIEGEL-Bestsellerliste kommen?

Praktisch nicht. Der Weg dorthin setzt gebündelten Buchhandelsvertrieb voraus. Dazu kommen koordinierte Verkäufe in einem engen Zeitfenster und professionelle Vermarktung. Im reinen Selbstverlag ist das ausgeschlossen. Über einen Verlag mit Full-Service ist es möglich: Der Remote Verlag hat die Liste 23-mal erreicht.

Fazit

Selbstverlag ist keine Geldfrage. Es ist eine Zeit- und eine Reputationsfrage. Die hohe Tantieme und die kleine Produktionsrechnung sind für dich als Unternehmer die falsche Optik. Der wahre Preis sind 500 bis 1.000 Stunden Eigenzeit. Dazu kommt das Risiko, dass ein amateurhaft produziertes Buch deinen Expertenstatus beschädigt, statt ihn aufzubauen.

Soll dein Buch Autorität und Kunden bringen, gewinnst du nicht über die Tantieme. Du gewinnst, indem du deine Zeit schützt und die Qualität sicherst. Beim betreuten Weg bleibt dein Aufwand unter 20 Stunden über das gesamte Projekt. Der Remote Verlag übernimmt die Produktion. Dein Urheberrecht bleibt bei dir, die Nutzungsrechte räumst du ein.

Ein guter nächster Schritt ist eine Buchstrategie, die dein Thema an echter Nachfrage prüft. Erst danach entscheidest du, wer es umsetzt. Zum Einstieg in die grundsätzliche Weichenstellung hilft dir die Kategorie Buch veröffentlichen.

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Max Mika, Gründer des Remote Verlags
Verfasst von
Max Mika

Als Gründer und strategischer Kopf definiert er die Vision vom Remote Verlag: Unternehmer wie dir das mächtigste Werkzeug zur Skalierung von Autorität an die Hand zu geben.

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