14
Min Lesezeit
31.07.2026
Illustration: Buch mit goldenem Autoren-Nameplate und Tortendiagramm mit großem Gold-Anteil (Rechte und Erlösverteilung beim Remote Verlag)
Kurz beantwortet

Beim Remote Verlag bleiben 75 Prozent der Tantieme beim Autor. Das Urheberrecht bleibt ohnehin bei dir, denn es ist nicht übertragbar. Der Verlag bekommt nur die Nutzungsrechte, die er zum Produzieren und Vermarkten braucht. Dein Name steht auf dem Cover, die inhaltliche Hoheit über deine Botschaft liegt bei dir. Der hohe Erlösanteil folgt dem Risiko, denn du finanzierst die Produktion.

Zusammenfassung
  • Dein Urheberrecht kannst du gar nicht abgeben. Verhandelt wird nur, welche Nutzungsrechte ein Verlag bekommt und für wie lange.
  • Ein Prozentsatz allein sagt nichts. Fünf Prozent vom Ladenpreis bringen rund doppelt so viel wie fünf Prozent von dem, was beim Verlag ankommt.
  • Der Handel bekommt vom Buch mehr als das Vierfache des Autors. Von 24 Euro Ladenpreis gehen rund 10 Euro an den Handel und 2,24 Euro an den Autor.
  • Am verkauften Buch verdienst du gut einen Euro. Wer sein Buchprojekt über Verkäufe rechnet, rechnet es falsch.
  • Zieht ein Verlag dein Buch nicht mehr durch den Markt, kannst du die Rechte zurückholen. Möglich ist das frühestens zwei Jahre nach der Vergabe und erst nach einer Nachfrist.
  • Für Unternehmer entsteht das Geld nicht im Buchhandel, sondern danach. Vorträge, Beratung und Workshops brachten Buchautoren deutlich mehr ein als Buchverkäufe und Tantiemen.
  • Beim Remote Verlag bleiben 75 Prozent der Tantieme beim Autor. Dein Name steht auf dem Cover, und der Eigenaufwand bleibt unter 20 Stunden über das gesamte Projekt.

Remote Verlag: Rechte, Tantiemen und Erlösverteilung für Autoren

Beim Remote Verlag bleiben 75 Prozent der Tantieme beim Autor. Das Urheberrecht bleibt ohnehin bei dir, denn es ist nicht übertragbar. Der Verlag bekommt nur die Nutzungsrechte, die er zum Produzieren und Vermarkten braucht. Dein Name steht auf dem Cover.

Zum Vergleich: Beim klassischen Publikumsverlag sind im Print 5 bis 10 Prozent vom Nettoladenpreis üblich, in Ausnahmen bis 12 Prozent. Beim E-Book sind es 20 bis 25 Prozent vom Nettoverlagserlös. Der Nettoverlagserlös ist allerdings eine deutlich kleinere Bezugsgröße, also eine kleinere Zahl, von der gerechnet wird.

Zwei Unterscheidungen fehlen in Verlagsgesprächen fast immer. Erstens sagt ein Prozentsatz nichts, solange nicht feststeht, worauf er sich bezieht. Zweitens entscheidet der Rechteteil eines Vertrags über mehr Geld als der Tantiementeil.

Die These dieses Beitrags: Der Prozentsatz ist die am wenigsten aussagekräftige Zahl in einem Verlagsvertrag. Aussagekräftig ist, worauf er sich bezieht und wer nach der Unterschrift noch entscheiden darf. Wer nur Prozente vergleicht, vergleicht nichts.

Rechte, Tantiemen und Erlöse: drei Begriffe, die oft verwechselt werden

Die drei Begriffe werden ständig durcheinandergeworfen, und daraus entstehen falsche Erwartungen. Rechte meinen die Kontrolle über das Werk. Wer darf es drucken, wer übersetzen, wer als Hörbuch verwerten? Und wessen Name steht auf dem Cover?

Tantiemen sind der Anteil, den ein Verlag dir pro verkauftem Exemplar auszahlt. Er wird immer auf eine bestimmte Rechengröße bezogen. Erlöse ist der weitere Begriff. Gemeint ist alles, was rund um das Buch an Einnahmen entsteht. Für Unternehmer ist das nicht nur der Verkaufspreis, sondern vor allem das Folgegeschäft.

Wer nur auf die Tantieme schaut, misst am falschen Hebel. Ein Unternehmerbuch verdient sein Geld selten am Buchregal. Es verdient es über die Kunden und Aufträge, die es auslöst.

Was das Urheberrechtsgesetz festlegt: übertragen wird nie das Urheberrecht

In Verlagsgesprächen hörst du oft einen Satz, der juristisch falsch ist: „Du überträgst dem Verlag deine Rechte.“ Das kannst du gar nicht.

Im Gesetz steht es anders. „Das Urheberrecht ist nicht übertragbar“, heißt es in § 29 Absatz 1 des Urheberrechtsgesetzes (Bundesamt für Justiz, Gesetze im Internet). Die einzige Ausnahme ist der Erbfall. Zulässig ist stattdessen „die Einräumung von Nutzungsrechten“.

Das ist keine Wortklauberei. Es ist die Grundlage jeder Verhandlung, denn Nutzungsrechte lassen sich zuschneiden. Nach § 31 UrhG (Bundesamt für Justiz) kann ein Nutzungsrecht „als einfaches oder ausschließliches Recht sowie räumlich, zeitlich oder inhaltlich beschränkt eingeräumt werden“.

Die Frage ist also nie, ob du Rechte abgibst. Die Frage ist, welche Nutzungsarten du exklusiv vergibst. Dazu kommt, für welche Dauer und für welches Gebiet.

§ 31 Absatz 5 UrhG benennt die teuerste Nachlässigkeit. Sind die Nutzungsarten nicht ausdrücklich einzeln bezeichnet, entscheidet der Vertragszweck über den Umfang. Wer Hörbuch, Übersetzung und Auslandslizenz nicht einzeln aufführt, streitet später darüber. Für die Verwertung als Onlinekurs gilt dasselbe.

Links ein Schlüssel für die Rechte, rechts ein großes Feld für die Erlöse, in dem ein goldenes Quadrat für die Tantiemen neben drei weiteren Feldern für Aufträge, Vorträge und höhere Preise liegt.
Tantiemen sind nur eines von vier Feldern im Kasten rechts, und für Unternehmer meist nicht das entscheidende.

Nettoladenpreis oder Nettoverlagserlös: derselbe Prozentsatz, die halbe Auszahlung

Hier entscheidet sich, ob eine Prozentzahl etwas wert ist. Zwischen den beiden gängigen Rechengrößen liegt ungefähr der Faktor zwei.

Der Nettoladenpreis ist der Ladenpreis abzüglich Umsatzsteuer. Bei gedruckten Büchern sind das 7 Prozent, bei E-Books 19 Prozent. Diese Größe kann jede Vertragspartei nachrechnen.

Der Nettoverlagserlös ist der Betrag, der beim Verlag ankommt. Abgezogen sind dann schon die Rabatte des Handels und die Provisionen der Vertriebspartner. Das Literaturjournal (2015) formuliert es so: Der Nettoverlagserlös „basiert auf dem Nettoladenpreis, allerdings werden davon noch Rabatte an den Buchhandel und gegebenenfalls weitere Vertriebspartner abgezogen“.

Was das bedeutet, zeigt ein Beispiel derselben Quelle. Ein Taschenbuch kostet 9,95 Euro. Der Nettoladenpreis liegt damit bei 9,30 Euro. Fünf Prozent davon sind 0,465 Euro. Buchhandel und Zwischenbuchhandel bekommen zusammen 50 Prozent Rabatt. Übrig bleiben 4,65 Euro Nettoverlagserlös. Dieselben fünf Prozent ergeben daraus nur noch 0,2325 Euro.

Gleicher Prozentsatz, gleicher Preis für den Leser. Die Auszahlung ist halb so hoch. Quelle: Literaturjournal, „Tantiemen: Wie viel die Prozente tatsächlich wert sind“, 2015.

Deshalb sind 20 bis 25 Prozent vom Nettoverlagserlös beim E-Book kein Widerspruch zu 5 bis 10 Prozent vom Nettoladenpreis beim Print. Es ist die Folge der anderen Bezugsgröße.

Die Quelle rechnet auch das vor. Ein E-Book kostet 7,99 Euro. Nach 19 Prozent Umsatzsteuer bleiben 6,71 Euro Nettoladenpreis. Die Plattform behält 30 Prozent, der digitale Vertriebspartner 20 Prozent des Restes. Der Nettoverlagserlös liegt dann bei 3,76 Euro. Vereinbarte 25 Prozent ergeben 0,94 Euro, und das sind „14 Prozent des Nettoladenpreises“.

Daraus folgt eine Regel für jedes Vertragsgespräch. Steht im Vertrag „vom Nettoladenpreis“, kannst du deine Auszahlung selbst nachrechnen. Du brauchst dafür nur den Ladenpreis. Steht dort „vom Nettoverlagserlös“, ist der Vertrag ohne Definition und Beispielrechnung nicht nachrechenbar. Genau darauf weist das Literaturjournal hin.

Werden über Rabatte und Vertriebsprovisionen hinaus weitere Posten abgezogen, ist das laut derselben Quelle nicht üblich. Genannt werden dort Herstellung und Vertreteranteile.

Die vollständige Erlöskette: wohin die 24 Euro eines Hardcovers gehen

Die Kurzformel „der Autor bekommt zehn Prozent“ verschweigt den Rest. Wer bekommt die anderen neunzig Prozent, und wofür? Der mairisch Verlag hat die Kette 2023 offengelegt. Das geschah im Rahmen der Initiative „Wer bekommt was vom Buch?“ der Kurt Wolff Stiftung.

Grundlage ist ein literarischer Hardcover-Titel aus einem unabhängigen Verlag. Er hat 240 Seiten und erscheint in einer Auflage von 2.000 Exemplaren. Der Ladenpreis beträgt 24 Euro.

Empfänger je verkauftem Exemplar. Fall mairisch 2023: Hardcover mit 240 Seiten. Ladenpreis 24,00 Euro brutto bei 45 Prozent Handelsrabatt. Nettoladenpreis 22,43 Euro Anteil je verkauftem Exemplar
Buchhandlung, also der Einzelhandel7,85 Euro
Herstellung zusammen. Druckerei und Buchbinderei 3,69 Euro. Gestaltung und Satz 0,65 Euro. Lektorat und Korrektorat 0,60 Euro4,94 Euro
Verlag, nachdem Herstellung und Autorenvorschuss bezahlt sind2,81 Euro
Großhandel, also Zwischenbuchhandel oder Barsortiment2,24 Euro
Autorin oder Autor: 10 Prozent vom Nettoladenpreis von 22,43 Euro2,24 Euro
Umsatzsteuer, 7 Prozent auf gedruckte Bücher1,57 Euro
Vertrieb und Lager, also die Verlagsauslieferung1,20 Euro
Presse und Werbung zusammen1,15 Euro

Quelle der Werte: mairisch Verlag, „Wer bekommt was vom Buch?“, 2023. Drei Dinge fallen auf, wenn man die Zeilen ordnet.

Erstens. Der Handel erhält zusammen 10,09 Euro von 24,00 Euro. Das ist mehr als das Vierfache des Autorenanteils. Der Großhandel bekommt bei literarischen Titeln, Sachbüchern und Kinderbüchern in der Regel 50 Prozent Rabatt auf den Ladenpreis. Die einzelne Buchhandlung bekommt 30 bis 40 Prozent des Ladenpreises. Im Beispiel sind 45 Prozent angesetzt.

Zweitens. Dem Verlag bleiben 2,81 Euro. Davon sind Löhne und Miete noch nicht bezahlt. Auch Vertriebsstruktur und Messeauftritte fehlen noch. Die niedrige Tantieme ist deshalb nicht Gier. Sie ist das Ergebnis einer Kette, in der der Verlag das Absatzrisiko trägt. Dazu gehört auch das Rückgaberecht des Buchhandels.

Wer die Kette kennt, verhandelt anders. Nicht um zwei Prozentpunkte, sondern über die Verteilung des Risikos. Wer es trägt, wird dafür beteiligt. Und 10 Prozent sind hier schon der obere Rand. Für Taschenbücher nennt die Quelle „oft nur ca. 6 bis 7 Prozent“, und der Nettoladenpreis ist dort zusätzlich niedriger.

Drittens. Der Fall ist ein belletristischer Titel aus einem unabhängigen Verlag. Bei einem Business-Sachbuch ändern sich die Beträge. Die Struktur der Kette ändert sich nicht.

Der Rechteteil: worauf du achtest, bevor du unterschreibst

Der Tantiemensatz steht meist auf einer Seite. Der Rechteumfang steht auf drei. Zwei Vorschriften geben dir dort Verhandlungsmasse.

Rückruf bei Nichtausübung. Übt der Inhaber eines ausschließlichen Nutzungsrechts dieses Recht „nicht oder nur unzureichend“ aus, kann der Urheber es zurückrufen. Das steht in § 41 UrhG (Bundesamt für Justiz). Zurückgerufen wird entweder nur die Ausschließlichkeit oder das Nutzungsrecht insgesamt.

Zwei Bedingungen gehören dazu. Das Recht greift nicht vor Ablauf von zwei Jahren. Und vorher musst du eine angemessene Nachfrist setzen. Bewirbt ein Verlag dein Buch nach dem Erscheinen nicht mehr, hält er deine Nutzungsrechte nicht auf Dauer fest. Aktiv werden musst allerdings du.

Zehnjahresgrenze bei pauschaler Vergütung. Manchmal wird ein ausschließliches Nutzungsrecht „gegen eine pauschale Vergütung“ eingeräumt. Dann ist der Urheber berechtigt, „das Werk nach Ablauf von zehn Jahren anderweitig zu verwerten“. So steht es in § 40a UrhG (Bundesamt für Justiz). Das Recht des ersten Inhabers besteht als einfaches Nutzungsrecht fort.

Diese Vorschrift wird relevant, sobald dir jemand eine einmalige Pauschale statt einer laufenden Beteiligung anbietet.

Aus beidem lassen sich fünf Fragen ableiten. Sie funktionieren unabhängig vom Anbieter. Lautet die Antwort „steht so nicht im Vertrag“, ist das die Antwort.

  1. Welche Nutzungsarten sind einzeln benannt? Fehlen Hörbuch, Übersetzung oder Auslandslizenz, entscheidet später der Vertragszweck über den Umfang (§ 31 Absatz 5 UrhG). Für die Verwertung als Onlinekurs gilt dasselbe.
  2. Einfach oder ausschließlich, und für wie lange? Gilt die Einräumung unbefristet und für alle Nutzungsarten, bleibt als Verhandlungspunkt die Rückgabe bei Nichtausübung.
  3. Nettoladenpreis oder Nettoverlagserlös? Ohne die Definition im Vertrag lässt sich eine Abrechnung nach Nettoverlagserlös nicht prüfen.
  4. Wer entscheidet über Titel und Untertitel? Und wer über Cover und Ausrichtung? Entscheidet der Verlag allein, ist das Buch kein Werkzeug für deine Sichtbarkeit. Es ist dann ein Produkt seines Programms.
  5. Wer trägt das Absatzrisiko? Trägst du es, gehört dir auch der größere Anteil am Erlös. Trägt der Verlag es, ist eine niedrigere Tantieme sachlich begründet.

Klassischer Verlag: Prestige, aber niedrige Tantiemen und wenig Kontrolle

Ein Vertrag mit einem großen Publikumsverlag gilt vielen als Ritterschlag. Er bringt Prestige und Türen zum stationären Buchhandel. Rechne ihn trotzdem an einem Marktwert nach.

Der durchschnittlich von Käuferinnen und Käufern bezahlte Buchpreis stieg im Mai 2024 um 1,7 Prozent auf 15,33 Euro. Das meldet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels im Branchen-Monitor Buch, Ausgabe Juni 2024. Davon gehen 7 Prozent Umsatzsteuer ab. Es bleiben rund 14,33 Euro Nettoladenpreis.

Bei 8 Prozent Tantieme vom Nettoladenpreis sind das 1,15 Euro pro Exemplar. Bei 10 Prozent sind es 1,43 Euro. Für 5.000 Euro Tantiemeneinnahmen brauchst du bei 8 Prozent rund 4.350 verkaufte Exemplare. Diese Rechnung ist der Grund, warum Buchverkäufe für Unternehmer keine Einnahmequelle sind.

Der zweite Haken betrifft die Kontrolle. Bei einem Publikumsverlag räumst du in der Regel weitreichende ausschließliche Nutzungsrechte ein. Über Titel, Cover und Vermarktung entscheidest du dann nicht mehr. Der Verlag entscheidet, du lieferst. Soll dein Buch auf deine Sichtbarkeit einzahlen, ist das ein echtes Problem.

Die tiefere Gegenüberstellung findest du im Vergleich von Selfpublishing, Verlag und Full-Service.

Selfpublishing: alle Rechte bei dir, aber auch die ganze Arbeit

Am anderen Ende steht das Selfpublishing. Hier räumst du keinem Verlag ausschließliche Nutzungsrechte ein. Du erlaubst nur den Plattformen den Vertrieb. Dein Anteil pro Buch ist höher.

Beim E-Book sind es 35 bis 70 Prozent vom Nettoverkaufspreis. Im Print liegt der Anteil bei 10 bis 60 Prozent vom Nettoverkaufspreis, je nach Ladenpreis und Vertriebsweg. Rein rechtlich ist das das beste Rechtemodell.

Der Preis steckt nicht in der Tantieme, sondern in der Verantwortung. Du erledigst und finanzierst alles selbst. Dazu gehören Lektorat, Korrektorat und Coverdesign. Dazu kommen Buchsatz und Vertrieb. Am wichtigsten ist die Vermarktung.

Der Weg vom ersten Satz bis zum vermarkteten Buch bindet 500 bis 1.000 Stunden im ersten Jahr. Davon sind 300 bis 500 Stunden reine Schreibzeit am Manuskript. Diese Stunden fehlen im Kerngeschäft. Ein hoher Erlösanteil auf null verkaufte Exemplare bleibt null.

Hinzu kommt der Weg auf die SPIEGEL-Bestsellerliste. Im reinen Selfpublishing ist er praktisch ausgeschlossen, weil die nötige Handels- und Verlagsstruktur fehlt. Wer das Schreiben und Vermarkten als Kernkompetenz mitbringt, ist im Selfpublishing richtig. Wer seine Zeit teurer im Kerngeschäft einsetzt, selten.

Die drei Modelle im direkten Vergleich

Die Übersicht stellt Rechte, Erlöse, Kontrolle und Aufwand gegenüber. Preise kommen darin bewusst nicht vor.

Kriterium Klassischer Publikumsverlag Selfpublishing Full-Service-Verlag (Remote Verlag)
Urheberrecht bleibt beim Urheber, § 29 Absatz 1 UrhG bleibt beim Urheber, § 29 Absatz 1 UrhG bleibt beim Urheber, § 29 Absatz 1 UrhG
Name auf dem Cover ja ja ja, dein Name auf dem Cover
Nutzungsrechte weitreichend und ausschließlich. Oft für alle Nutzungsarten und unbefristet keine an einen Verlag. Nur Vertriebsrechte an die Plattformen ausschließlich, aber nur soweit für Produktion und Vermarktung nötig
Erlösanteil pro Buch Print 5 bis 10 Prozent vom Nettoladenpreis, in Ausnahmen bis 12 Prozent. E-Book 20 bis 25 Prozent vom Nettoverlagserlös E-Book 35 bis 70 Prozent vom Nettoverkaufspreis. Print 10 bis 60 Prozent vom Nettoverkaufspreis. Alle Kosten trägst du selbst 75 Prozent Tantieme für die Autoren. Die Bezugsgröße steht im Vertrag
Kontrolle über Titel, Cover und Marketing größtenteils beim Verlag vollständig bei dir partnerschaftlich, inhaltliche Hoheit bei dir
Dein Zeitaufwand hoch: Schreiben, Korrekturen und eigenes Marketing 500 bis 1.000 Stunden im ersten Jahr, Vermarktung eingerechnet unter 20 Stunden Eigenaufwand über das gesamte Projekt
Wer trägt das Absatzrisiko der Verlag du du, deshalb der höhere Erlösanteil

Die Zeilen machen den Kern sichtbar. Beim klassischen Verlag zahlst du mit Kontrolle und Tantieme. Beim Selfpublishing zahlst du mit deiner Zeit.

Die wichtigere Rechnung: Erlöse sind mehr als Tantiemen

Für Unternehmer entscheidet sich der Wert eines Buches nicht am Tantiemensatz. Er entscheidet sich am Folgegeschäft. Der eigentliche Erlös entsteht nach dem Verkauf: durch Anfragen, Termine und Abschlüsse.

Dafür gibt es eine belastbare Erhebung. Die Business Book ROI Study 2024 befragte 301 Autorinnen und Autoren mit veröffentlichtem Sachbuch. Erhoben wurde von April bis August 2024.

Hinter der Studie stehen vier Dienstleister aus dem Autorenmarkt. Das sind Amplify Publishing Group und Gotham Ghostwriters. Dazu kommen Smith Publicity und Thought Leadership Leverage mit Josh Bernoff.

Die Studie hält fest: „Speaking, consulting, and workshops generated much more income than book sales and royalties.“ Auf Deutsch heißt das: Vorträge, Beratung und Workshops brachten deutlich mehr ein als Buchverkäufe und Tantiemen.

In Zahlen sieht das so aus. Autoren bei klassischen Verlagen kamen auf 8.500 Dollar aus Vorschuss und Tantiemen. Wer Vorträge hielt, kam dort auf 30.000 Dollar. Bei Workshops waren es 40.000 Dollar und in der Beratung 50.000 Dollar.

Zwei Hinweise gehören zu diesen Zahlen. Gezählt wurden nur die Autoren, die in der jeweiligen Kategorie überhaupt etwas verdient haben. Und die eine Hälfte lag jeweils darüber, die andere darunter. Quelle: Business Book ROI Study 2024.

Über 70 Prozent der Autoren berichteten zudem von mehr Anfragen oder Aufträgen. Zwei Einschränkungen gehören trotzdem dazu. Erstens ist das eine US-Erhebung auf Basis von Selbstauskünften und keine deutsche Marktstatistik. Zweitens ist der Zusammenhang eine Korrelation. Wer ohnehin Vorträge hält und berät, verdient dort mehr. Das Buch ist ein Faktor unter mehreren.

Dieselbe Studie hält außerdem fest, dass die Verkaufszahl Erfolg und Rendite nicht vorhersagt. Die Hälfte der Bücher aus klassischen Verlagen verkaufte höchstens 4.600 Exemplare. Bei Hybrid-Verlagen waren es 1.600 Exemplare, im Selfpublishing 700.

Deshalb ist die Frage „Wie hoch ist meine Tantieme?“ für dich die falsche. Die richtige Frage lautet anders. Wie viel ist ein zusätzlicher Kunde im Hochpreissegment wert? Und wie viele bringt dir ein gut positioniertes Buch?

Ein Rechenbeispiel mit deinen Zahlen. Dein durchschnittlicher Auftragswert liegt bei 20.000 Euro. Du schließt jeden vierten ernsthaften Erstkontakt ab. Dann trägt sich das Projekt über vier zusätzliche Erstkontakte. Ob du 1,43 Euro oder 0,23 Euro pro Exemplar bekommst, spielt daneben keine Rolle.

Die ausführliche Rechnung steht im Beitrag zur ROI-Rechnung für dein Unternehmerbuch.

Wie der Remote Verlag Rechte und Erlöse regelt

Beim Remote Verlag gilt ein einfaches Prinzip. Dein Name steht auf dem Cover. Der Verlag bekommt die Nutzungsrechte, die er zum Produzieren und Vermarkten braucht. Der Großteil der Erlöse bleibt bei dir.

Ein Verlag braucht Nutzungsrechte, um ein Buch drucken zu lassen. Er braucht sie, um es im Buchhandel und bei Amazon zu listen. Und er braucht sie, um Werbung dafür zu schalten.

Was du nicht abgibst, ist deine Rolle als Autor. Du bist die sichtbare Person hinter dem Buch. Die inhaltliche Hoheit über deine Botschaft bleibt bei dir. Und das Urheberrecht bleibt nach § 29 Absatz 1 UrhG ohnehin bei dir.

Was 75 Prozent Tantieme für dich bedeuten

Beim klassischen Publikumsverlag bekommst du im Print üblicherweise 5 bis 10 Prozent vom Nettoladenpreis. In Ausnahmen sind es bis 12 Prozent. Den Rest der Kette behält der Verlag, weil er auch das gesamte Risiko trägt. Herstellung und Vertrieb gehen zu seinen Lasten. Dasselbe gilt für Lager und unverkaufte Exemplare.

Beim Remote Verlag liegt die Beteiligung bei 75 Prozent. Der Grund ist kein Entgegenkommen, sondern die andere Verteilung des Risikos. Du finanzierst die Produktion, also bekommst du auch den Ertrag. Derselbe Maßstab gilt für uns. Welche Bezugsgröße für deine 75 Prozent gilt, steht in deinem Vertrag. Dort stehen auch Ladenpreis, Format und Vertriebsweg.

Der Verlag plant das Buch von Anfang an als Werkzeug für deine Geschäftsziele und übernimmt die Umsetzung. Das geschieht in vier Phasen. Auf Strategie und Interviews folgen Manuskript und Vermarktung.

Dein Zeitaufwand bleibt dabei unter 20 Stunden Eigenaufwand über das gesamte Projekt. Den Großteil der Arbeit übernimmt ein Team aus 18 Vollzeit-Mitarbeitern. Die Manuskriptphase dauert 2 bis 4 Monate. Ab abgeschlossenem Manuskript sind es rund 3 Monate bis zum fertigen Buch.

Was dabei herauskommt, sehen wir an den eigenen Titeln. Der Remote Verlag hat 23 SPIEGEL-Bestseller begleitet. Von den Platzierungen, die wir belegen können, reichte die Hälfte bis auf Platz 9 oder besser. Dazu kommen über 700.000 verkaufte Bücher und mehr als 140 begleitete Autorinnen und Autoren. Aus den Titeln sind 52 Auslandslizenzen entstanden.

Das ist kein Kontrollverzicht wie beim Publikumsverlag. Und es ist keine Zeitfalle wie beim Selfpublishing. Wie andere Unternehmer diesen Weg erlebt haben, liest du in den Erfahrungen.

Häufige Fragen

Wie viel zahlt ein Verlag für ein Buch?

Er zahlt keinen Kaufpreis für dein Manuskript. Er zahlt eine laufende Tantieme pro verkauftem Exemplar. Im Print sind das üblicherweise 5 bis 10 Prozent vom Nettoladenpreis, in Ausnahmen bis 12 Prozent. Beim E-Book sind es 20 bis 25 Prozent vom Nettoverlagserlös.

Häufig kommt ein Vorschuss dazu, der mit späteren Tantiemen verrechnet wird. Beim Full-Service-Verlag bleiben 75 Prozent der Tantieme beim Autor.

Wie viel Geld bekommt ein Autor pro Buch?

Das hängt vom Modell und von der Bezugsgröße ab. Der durchschnittlich bezahlte Buchpreis lag im Mai 2024 bei 15,33 Euro (Börsenverein, Branchen-Monitor Buch). Nach 7 Prozent Umsatzsteuer bleiben rund 14,33 Euro Nettoladenpreis.

Davon sind 8 Prozent Tantieme 1,15 Euro. Bei 10 Prozent sind es 1,43 Euro. Bezieht sich derselbe Satz auf den Nettoverlagserlös, halbiert sich der Betrag ungefähr (Literaturjournal, 2015).

Wie viel Geld verdient man, wenn man ein Buch schreibt?

Über reine Buchverkäufe meist wenig. Die Business Book ROI Study 2024 zeigt das an den Verkaufszahlen. Die Hälfte der Bücher aus klassischen Verlagen verkaufte höchstens 4.600 Exemplare. Bei Hybrid-Verlagen waren es 1.600 Exemplare, im Selfpublishing 700.

Für Unternehmer entsteht der Ertrag im Folgegeschäft. Vorträge, Beratung und Workshops brachten dort deutlich mehr ein als Buchverkäufe und Tantiemen.

Wie hoch ist das Autorenhonorar pro Buch?

Beim klassischen Verlag wird es im Print als Prozentsatz vom Nettoladenpreis berechnet. Üblich sind 5 bis 10 Prozent dieser Bezugsgröße. Bei Taschenbüchern staffeln Verlage den Satz häufig nach verkauften Exemplaren.

Beim E-Book sind 20 bis 25 Prozent vom Nettoverlagserlös die Regel. Das ist eine kleinere Bezugsgröße. Beim Remote Verlag liegt die Beteiligung bei 75 Prozent Tantieme für die Autoren.

Welche Rechte behalte ich beim Remote Verlag?

Dein Urheberrecht bleibt bei dir, denn es ist nach § 29 Absatz 1 UrhG nicht übertragbar. Dein Name steht auf dem Cover. Die inhaltliche Hoheit über deine Botschaft bleibt bei dir.

Der Verlag bekommt die ausschließlichen Nutzungsrechte, die er zum Produzieren, Vertreiben und Vermarkten braucht. Die Kontrolle über Titel, Cover und Ausrichtung gibst du nicht ab.

Was ist der Unterschied zwischen Nettoladenpreis und Nettoverlagserlös?

Der Nettoladenpreis ist der Ladenpreis abzüglich Umsatzsteuer. Bei gedruckten Büchern sind das 7 Prozent, bei E-Books 19 Prozent. Der Nettoverlagserlös ist der Betrag, der beim Verlag ankommt. Abgezogen sind dann die Rabatte des Handels und die Provisionen der Vertriebspartner.

Bei einem Taschenbuch für 9,95 Euro ergeben 5 Prozent vom Nettoladenpreis 0,465 Euro. Dieselben 5 Prozent vom Nettoverlagserlös ergeben nur 0,2325 Euro (Literaturjournal, 2015). Ohne die Bezugsgröße ist ein Prozentsatz nicht vergleichbar.

Kann ich meine Rechte zurückbekommen, wenn der Verlag nichts tut?

Ja, unter Bedingungen. Nach § 41 UrhG kann der Urheber ein ausschließliches Nutzungsrecht zurückrufen, wenn der Inhaber es „nicht oder nur unzureichend“ ausübt. Der Rückruf ist nicht vor Ablauf von zwei Jahren möglich. Vorher musst du eine angemessene Nachfrist zur Ausübung setzen.

Für pauschal vergütete Rechte gilt eine zweite Regel. Wurde ein ausschließliches Nutzungsrecht gegen eine pauschale Vergütung eingeräumt, darfst du das Werk nach § 40a UrhG bereits nach zehn Jahren anderweitig verwerten.

Lohnt sich ein Buch trotz niedriger Tantiemen?

Für Unternehmer meist ja, weil sich der Ertrag am Folgegeschäft misst. Setze den Projektpreis ins Verhältnis zu deinem Kundenwert. Bei 20.000 Euro Auftragswert und einer Abschlussquote von einem Viertel reichen vier zusätzliche Erstkontakte. Ob deine Tantieme 1,15 Euro oder 1,43 Euro pro Exemplar beträgt, fällt daneben nicht ins Gewicht.

Dein Buch, deine Rechte, dein Ertrag

Das Urheberrecht bleibt in jedem Modell bei dir. § 29 Absatz 1 UrhG lässt nichts anderes zu. Verhandelt wird über den Umfang der Nutzungsrechte. Verhandelt wird außerdem über die Bezugsgröße deiner Beteiligung. Genau diese beiden Punkte werden am häufigsten ungeklärt unterschrieben.

Beim klassischen Verlag zahlst du mit 5 bis 10 Prozent vom Nettoladenpreis und mit Kontrollverlust. Im Selfpublishing zahlst du mit 500 bis 1.000 Stunden im ersten Jahr. Beim Remote Verlag steht dein Name auf dem Cover. Der Verlag bekommt nur die notwendigen Nutzungsrechte, und 75 Prozent der Tantieme bleiben beim Autor.

Was das für dein Vorhaben bedeutet, richtet sich nach deinem Leistungsumfang. Einen Überblick gibt die Preise-Seite. Wie andere Unternehmer den Weg erlebt haben, steht in den Erfahrungen.

Wie unsere Ghostwriting-Agentur von der Idee bis zum fertigen Buch begleitet und dabei den Großteil der Arbeit übernimmt, steht auf ihrer eigenen Seite. Und wenn dein Buch neue Anfragen auf dein Geschäft einzahlen soll, buche ein unverbindliches Erstgespräch. Dort rechnen wir Rechteumfang und Beteiligung für dein Vorhaben konkret durch.

Nächster Schritt
Dein Wissen wird zum Buch, das dir Kunden bringt

Du willst dein Wissen in ein Buch verwandeln, das dich als Nr. 1 deiner Branche positioniert? Prüfe unverbindlich, ob unser Bestseller-System zu deinen Zielen passt.

Auf Zusammenarbeit bewerben
Max Mika, Gründer des Remote Verlags
Verfasst von
Max Mika

Als Gründer und strategischer Kopf definiert er die Vision vom Remote Verlag: Unternehmer wie dir das mächtigste Werkzeug zur Skalierung von Autorität an die Hand zu geben.

Exklusiver Einblick

Vom Unternehmer zum Bestseller-Autor

Wie du deinen Status als Nr. 1 festigst und die besten Deals anziehst, ohne Zeitaufwand. Das System hinter 23 SPIEGEL-Bestsellern.

Positioniere dich als Nr. 1 in deiner Branche

Du wirst zur ersten Adresse für A-Player, Medien und Top-Partner, die von selbst auf dich zukommen.

Bau deinen Einfluss gezielt aus

Verwandle deine Denkweise in ein strategisches Asset, das für dich arbeitet, rund um die Uhr.

Done-For-You-Dienstleistung

Erfahre, wie du mit wenigen Stunden deiner Zeit ein Buch veröffentlichst, das wirkt, ohne ein einziges Wort selbst zu schreiben.

Video jetzt freischalten
Kostenlos • Sofortiger Zugriff